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Perfekte Jobs für kluge Köpfe

Mit einer bundesweiten Plakatkampagne an Hochschulen und auf Jobmessen will die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) auf die in Europa einzigartige AkademikerJobbörse und damit auf die interessanten Jobs bei den erfolgreichen Unternehmen der dynamischen Region Heilbronn-Franken aufmerksam machen.

Dabei spielen kluge Köpfe aus der Geschichte eine wichtige Rolle, die in der Region geboren wurden oder von außerhalb kamen und in der Region tiefe Spuren hinterlassen haben.

Ein kluger Kopf: Wilhelm Maybach

Wilhelm Maybach wurde am 9. Februar 1846 in Heilbronn geboren. Er war ein deutscher Autokonstrukteur und Unternehmer.

Als Waisenkind wuchs Wilhelm Maybach im Bruderhaus in Reutlingen auf. Dort erhielt er eine Ausbildung als technischer Zeichner und Konstrukteur. Dort trafen sich Maybach und Gottlieb Daimler zum ersten Mal: Daimler war als Leiter der Maschinenfabrik für das Bruderhaus zuständig und erhielt Maybach als Assistenten zugeteilt.

Ende des 19. Jahrhunderts arbeitet er zusammen mit Gottlieb Daimler an der Entwicklung des Verbrennungsmotors. Als technischer Direktor der Daimler-Motoren-Gesellschaft hatte er maßgeblichen Anteil bei der Konstruktion des ersten modernen Automobils.

Um 1900 konstruiert er auf Anregung des österreichischen Kaufmanns und Generalkonsuls Emil Jellinek (1853-1918) den Mercedes-Simplex. Einen Rennwagen mit einem 35-PS-Vierzylindermotor und zwei Vergasern. Das Fahrzeug stellt mit Maybachs Erfindungen, dem Bienenwabenkühler und dem Zahnradgetriebe, das Auto der Zukunft dar. Jellinek nennt das Modell nach seiner Tochter "Mercedes". 1904 entwickelte Maybach den ersten Sechszylinder-Mercedesmotor mit 70 PS und 1906 konstruierte er einen zukunftsweisenden 120-PS-Rennmotor mit hängenden Ein- und Auslassventilen, obenliegender Nockenwelle und Doppelzündung.

1909 machte er sich mit seinem 1879 geborenen Sohn Karl selbständig und gründeten die Firma Maybach-Motorenbau GmbH in Bissingen/Enz, die Zeppelinmotoren und später in Friedrichshafen Luxusautos herstellte.

Wilhelm Maybach ist Namensgeber für die Wilhelm-Maybach-Schule in Heilbronn, welche ein Technisches Schulzentrum für Aus- und Weiterbildung mit Technischem Gymnasium ist und insbesondere in den Bereichen Fertigungs-, Metall-, Kraftfahrzeug- und Elektrotechnik tätig ist.

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Ferdinand Steinbeis

Ferdinand von Steinbeis wuchs in Ilsfeld im Landkreis Heilbronn auf und war der erste Wirtschaftsförderer des Königs von Württemberg.

Seine Mutter war die Schwester des Dichters Justinus Kerner, des Publizisten Johann Georg und des württembergischen Innenministers Karl Friedrich Kerner, der als Modernisierer des Hüttenwesens in Württemberg gilt. Steinbeis studierte in Tübingen, wo er den Titel „Doktor der Philosophie“ ehrenhalber erhielt.

Vom württembergischen König Wilhelm I. wurde er 1848 zum Königlich Württembergischen Regierungsrat berufen und war Leiter der Zentralstelle für Handel und Gewerbe. Er gründete mehrere Gewerbeschulen, etwa in Reutlingen, Laichingen, Heidenheim an der Brenz, Rottenburg am Neckar, Geislingen an der Steige, Rottweil, Schwäbisch Gmünd und Heilbronn. Steinbeis suchte und förderte junge Talente, so auch den späteren Automobilerfinder Gottlieb Daimler.

Seine Wirtschaftsförderungspolitik konzentrierte sich auf die dichter besiedelten Realerbengebiete am Neckar und auf der Alb. Die dünner besiedelten Randbereiche wie Hohenlohe und Oberschwaben wurden bei der Wirtschaftsförderung und der Gewerbeschulplanung ignoriert mit weitreichenden Folgen bis über das 20. Jahrhundert hinaus.

Ferdinand von Steinbeis ist Namensgeber für die Steinbeis-Stiftung, für verschiedene Hochschulen, viele Schulen und berufliche Fortbildungsstätten, vor allem in Baden-Württemberg.

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Max von Eyth

Max von Eyth war ein deutscher Ingenieur und Schriftsteller und steht für die Industrialisierung Hohenlohes. Er verbrachte seine Schulzeit und die ersten Lehrjahre in Heilbronn und war Seminarist im Kloster Schöntal an der Jagst.

Max Eyth, der seine Jugend in Schöntal verbrachte (wo sein Vater Lehrer für Griechisch und Geschichte am evang. Seminar war) war nach dem Maschinenbaustudium in Stuttgart ein leidenschaftlicher Kämpfer für Industrialisierung und Technisierung in der Landwirtschaft: 1861 übernahm er die Auslandsvertretung für Dampfpflüge für eine englischen Firma und führte in vielen Ländern Dampfpflüge ein.

1863 - 1866 arbeitete er als Chefingenieur eines Prinzen in Ägypten. 1885, wieder zurück in Deutschland, war er in Berlin Mitbegründer und Direktor der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft.

Seit 1896 lebte er als Schriftsteller in Ulm. Seine technischen, exotischen und historischen Erzählungen und Romane wurden sehr populär: "Hinter Pflug und Schraubstock" (1899); "Der Kampf um die Cheopspyramide" (1902); "Der Schneider von Ulm, Geschichte eines 200 Jahre zu früh geborenen".

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Oskar von Miller

Oskar von Miller war ein deutscher Bauingenieur. Er entwickelte das Energiekonzept für das Württembergische Portland Cementwerk in Lauffen/N. und machte Heilbronn zur ersten drehstromversorgten Stadt der Welt.

Oskar von Miller studierte Bauingenieurwesen und wurde als Wasserkraftpionier und Begründer des Deutschen Museums in München bekannt.

1883 bis 1889 war er, gemeinsam mit Emil Rathenau, Direktor der Deutschen Edison-Gesellschaft (später AEG). Die Stelle nahm er an, da seine Wasserkraftpläne in Bayern von den Behörden noch nicht angenommen wurden.

1890 gründete er sein eigenes Ingenieurbüro und wurde bald führend auf dem Gebiet der Energiewirtschaft. Er übernahm im Jahr 1891 die Leitung der Internationalen elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main. Wieder gelang ihm mit der Fernübertragung von 20.000 Volt Drehstrom über die 176 Kilometer lange Distanz von Lauffen am Neckar bis Frankfurt am Main eine technische Meisterleistung, die den Durchbruch der Wechselstromübertragung bedeuten sollte und den Testlauf für die Stadt Heilbronn wo am 16. Januar 1892 in der Bahnhofstraße die ersten von außerhalb mit Drehstrom versorgten Bogenlichtlampen der Welt erstrahlten.

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Robert Mayer

Julius Robert Mayer war Arzt und Physiker und wurde am 25. Novemebr 1814 in Heilbronn geboren. Er formuliert als einer der ersten den „Ersten Hauptsatz der Thermodynamik“.

Robert Mayer wuchs in Heilbronn als Sohn eines Apothekers auf und studierte an der Universität Tübingen. Er stammt aus einer angesehenen Heilbronner Familie und ist mit Philipp Melanchthon und Johannes Reuchlin verwandt.

Nach einem Aufenthalt in Paris (1839/40) ließ er sich 1840 als Schiffsarzt auf einem holländischen Dreimaster mit dem Namen Java für eine Reise nach Batavia anheuern. Obwohl er sich bis zum Antritt dieser Reise kaum für physikalische Erscheinungen interessiert hatte, regten ihn nun die Beobachtungen (etwa, dass sturmgepeitschte Wogen wärmer sind als die ruhige See) zum tiefen Nachdenken über die Gesetze der Natur an, insbesondere über das physikalische Phänomen Wärme und die Frage, „ob die direkt entwickelte Wärme (Verbrennungswärme) allein oder ob die Summe der auf direktem und indirektem Wege entwickelten Wärmemengen auf Rechnung des Verbrennungsprozesses geht“. Nach seiner Rückkehr im Februar 1841 widmete Mayer alle seine Kräfte der Lösung dieser Aufgabe.

Er ließ er sich in Heilbronn nieder, wurde zum Oberamtswundarzt gewählt und heiratete im Jahr darauf. Er schickte an Johann Christian Poggendorffs Annalen der Physik eine Abhandlung, in der er einen Erhaltungssatz der Kraft (gemeint war Energie) postulierte. Da sie fundamentale physikalische Irrtümer enthielt, wurde sie zunächst nicht publiziert. Erst 1842 erschien der Aufsatz Bemerkungen über die Kräfte der unbelebten Natur. Unbeirrt verfolgte Mayer die Idee weiter und setzte sich mit dem Tübinger Physikprofessor Nörremberg auseinander, der seine Hypothese zwar ablehnte, ihm aber eine wertvolle Anregung gab, wie er sie experimentell überprüfen könnte.

Wenn Bewegungsenergie sich in Wärmeenergie verwandelt, müsste Wasser durch Schütteln zu erwärmen sein. Mayer konnte nicht nur diesen Nachweis führen, sondern bestimmte auch den quantitativen Faktor der Umwandlung, das Mechanische Wärmeäquivalent. Das Ergebnis seiner Untersuchungen veröffentlichte er 1842 im Maiheft von Justus von Liebigs Annalen der Chemie und Pharmacie. In seinem Büchlein Die organische Bewegung im Zusammenhang mit dem Stoffwechsel (1845) konnte er den Zahlenwert des Wärmeäquivalents noch präzisieren (anfangs mit 365 kpm = 1 kcal, später auf 425 kpm verbessert – die genaue Zahl ist 427 kpm). Diese Relation besagt, dass Arbeit und Wärme einander äquivalent sind und als verschiedene Energieformen in dem oben genannten, immer gleichen Verhältnis, ineinander übergeführt werden können. Dieser Satz wird als Erster Hauptsatz der Wärmelehre bezeichnet und war der Vorreiter des allgemeinen Energieerhaltungssatzes, den Hermann von Helmholtz 1847 formulierte.

Robert Mayer war sich der großen Bedeutung seiner Entdeckung bewusst, aber sein Unvermögen, sich wissenschaftlich auszudrücken, sein Hang zu Spekulationen und seine bekennerhafte Religiosität brachten ihm nicht den gewünschten Ruf als Wissenschafter ein. Die zeitgenössischen Physiker lehnten seinen Energieerhaltungssatz ab. Sogar von den großen Physikern Hermann von Helmholtz und James Prescott Joule erfuhr er unwürdige Anfeindungen. Man bezweifelte Mayers Qualifikation in physikalischen Fragen und verleumdete ihn.

Nachdem 1848 zwei seiner Kinder kurz hintereinander starben, waren seine Nerven vollends zerrüttet. Er machte am 18. Mai 1850 einen Suizidversuch und wurde in ein Sanatorium, die Kennenburg in Esslingen, gebracht. Nach seiner Entlassung war er ein gebrochener Mann und wagte sich erst 1860 zaghaft wieder an die Öffentlichkeit. Jedoch war in der Zwischenzeit sein wissenschaftlicher Ruhm gewachsen. So erhielt er eine späte Würdigung seiner Leistung, wenngleich er sich ihrer nicht mehr recht erfreuen konnte. Sein Schaffensdrang war dahin. Im Jahre 1871 erhielt er die Copley-Medaille der Royal Society. Er blieb im häuslichen Bereich, widmete seine letzten Jahre dem Arztberuf und starb 1878 im Alter von 63 Jahren.

Das Robert-Mayer-Gymnasium in Heilbronn mit der Robert-Mayer-Volks- und Schulsternwarte Heilbronn trägt seinen Namen. Außerdem wurde eine international nicht akzeptierte Maßeinheit der Wärmekapazität, das Mayer nach ihm benannt.

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Eduard Mörike

Eduard Mörike war ein deutscher Lyriker, Erzähler und Übersetzer sowie evangelischer Pfarrer in Cleversulzbach im Landkreis Heilbronn.

Nach dem Tod seines Vaters Karl Friedrich Mörike lebte Eduard Mörike bei seinem Onkel in Stuttgart. Dieser hatte für seinen Neffen die geistliche Laufbahn vorgesehen. Entsprechend besuchte er das evangelische Seminar Urach, wo ihn die dortige Beschäftigung mit antiken Klassikern für den späteren Beruf als Schriftsteller prägte. Er schloss seine Ausbildung mit einem mittelmäßigen Examen und einer Prüfung bei der württembergischen Landeskirche ab.

1834 wurde er Pfarrer in Cleversulzbach, wo er gemeinsam mit seiner Mutter und seiner jüngste Schwester im Pfarrhaus wohnte. Seine dortigen Predigten, die auf das Verständnis seiner Gemeinde zugeschnitten waren, ließen jedoch nicht erkennen, wie sehr Mörike mit der zeitgenössischen Theologie haderte. Als Mörikes Mutter 1841 verstarb, beerdigte er sie auf dem Cleversulzbacher Friedhof neben dem fast vergessen Grab der Mutter Friedrich Schillers.

Mörike wurde 1843 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt und lies sich daraufhin in Bad Mergentheim nieder. 1856 bis 1866 unterrichtete er als Professor Literatur am Königin-Katharina-Stift in Stuttgart, wo er 1852 den Ehrendoktortitel der Universität Tübingen, 1862 den bayrischen Maximiliansorden und 1864 den württembergischen Friedrichs-Orden erhielt. Eduard Mörike verstarb am 4. Juni 1875 und wurde auf dem Stuttgarter Pragfriedhof beerdigt, wo zu seinem 5. Todestag ein Denkmal aufgestellt wurde.

Mörike galt lange Zeit als Vertreter des Biedermeier, der die vertraute und enge Heimat besingt. Eduard Mörike ist außerdem Namensgeber des Mörike-Gymnasiums in Ludwigsburg, der Mörikeschule in Tübingen und der Verleihung des Mörikepreises in Fellbach, wo er eine Zeit lang lebte. Die Arbeiten Mörikes zählen heute zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts.

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Johannes Brenz

Johannes Brenz war ein deutscher Reformator und protestantischer Theologe, der für die Durchführung der Reformation und Neuordnung der Kirche in Schwäbisch Hall verantwortlich war.

Johannes Brenz begann sein Studium an der Universität Heidelberg bereits im Alter von 15 Jahren, wo ihn der Auftritt Martin Luthers bei der Heidelberger Disputation im Jahre 1518 tief beeindruckte. Nach Abschluss seines Studiums wurde er von Heidelberg aus in die Reichsstadt Schwäbisch Hall zum Prediger an die Kirche St. Michael berufen.

Brenz wandte sich im Bauernkrieg von 1525 entschieden gegen den Aufstand und drängte auch auf eine milde Behandlung der Bauern. An den Bestrafungen der Bauern, die durchgeführt wurden, übte er scharfe Kritik. Mit seiner Kirchenordnung von 1527 gestaltete Brenz die religiösen Verhältnisse in Schwäbisch Hall neu. In Gutachten befasste er sich mit Themen wie Scheidung, Ehehindernissen oder den Verfahren bei Ehebruch. Brenz setzte sich außerdem für die Schulbildung ein, indem er Lateinunterricht für alle Schüler und Schulunterricht für Mädchen forderte. Die Reformation in Schwäbisch Hall und zugehörigem Landgebiet wurde mit Hilfe der von Brenz verfassten Kirchenordnung von 1543 endgültig durchgesetzt. In Folge eines Widerstands gegen Kaiser Karl V. musste er 1546 jedoch aus der Stadt fliehen.

Benz spielte in der Vertretung des Protestantismus und wichtige Rolle. Er war bald in den Kreis der wichtigsten protestantischen Theologen getreten und wurde folglich oft bei Religionsfragen hinzugezogen. Zusammen mit Philipp Melachthon verfasste er 1530 das Augsburger Glaubensbekenntnis, eines der zentralen protestantischen Bekenntnisschriften.

Mit dem Tod von Johannes Brenz am 11. September 1570 trat die letzte der großen Reformatorenpersönlichkeiten ab.

Der Wirkungskreis von Johannes Brenz reichte durch seine Korrespondenzen und Tätigkeiten als Berater und Gutachter weit über die Grenzen Schwäbisch Halls hinaus. Johannes Brenz gilt neben Martin Luther als bedeutendster Katechismenautor des lutherischen Protestantismus.

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven war ein Komponist der Wiener Klassik. Er verbrachte einen Teil seines Lebens in Bad Mergentheim und wirkte dort an der Hofkapelle als Bratschist.

Ludwig van Beethoven wuchs in einer Musikerfamilie auf. Sein Vater war von dem jungen Wolfgang Amadeus Mozart begeistert und hatte das Ziel, auch Beethoven zu solch einem Wunderkind zu machen. Er fing an dem jungen Beethoven Klavier-, Orgel- und Klarinettenunterricht zu geben, legte die musikalische Ausbildung seines Sohnes aber bald in die Hände anderer Musiker.

Während seines Studiums ging Ludwig van Beethoven nach Wien, das musikalische Zentrum Europas, um Schüler Haydns zu werden. Durch Empfehlungen und sein Talent verschaffte er sich Zutritt zu den ersten Häusern Wiens. 1793 trat er zum ersten Mal vor der Öffentlichkeit auf. Seine Kammermusik wurde als vollkommen neuartig bezeichnet und wurde als Meister der Improvisation bekannt.

Quelle Wikipedia

 

Ein kluger Kopf: Theodor Heuss

Theodor Heuss wurde am 31. Januar 1884 in Brackenheim geboren und war von 1949 bis 1959 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Theodor Heuss studierte Nationalökonomie, Geschichte, Philosophie, Kunstgeschichte und Staatswissenschaften an der Münchner und Berliner Universität. Nach seinem Abschluss im Jahre 1905 war er politischer Redakteur und leitete bis 1912 die Zeitschrift Die Hilfe in Berlin. Daraufhin kam er nach Heilbronn und war dort Chefredakteur der Neckar-Zeitung. In den darauffolgenden Jahren arbeitete Theodor Heuss bei weiteren Zeitungen in ganz Deutschland.

1920 bis 1933 war er Dozent und Studienleiter an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin. Als 1930 die Deutsche Demokratische Partei (DDP), bei der Heuss Gründungsmitglied war, mit anderen kleinen Partnern zur Deutschen Staatspartei (DStP)fusionierte, wurde Theodor Heuss Abgeordneter des Deutschen Reichtags.

Auf Anweisung Adolf Hitlers wurde den deutschen Zeitungen 1942 verboten, Texte von Heuss zu drucken, weil dieser zuvor in seinem Buch Hitlers Weg die NS stark kritisiert hatte. Heuss schrieb jedoch weiterhin unter dem Pseudonym Thomas Brackheim. Unter seinem eigenen Verfassernamen verfasste er Biografien, wie beispielsweise die des Politikers Friedrich Naumann oder die des Chemikers Justus von Liebig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Heuss von der amerikanischen Militärregierung zum ersten Kultusminister Baden-Württembergs ernannt. 1949 wurde er dann im ersten Deutschen Bundestag zum ersten deutschen Bundespräsidenten gewählt. Da Heuss 1954 ohne Gegenkandidat wiedergewählt wurde, amtierte er bis zum 12. September 1959.

Theodor Heuss ist Namensgeber der Theodor-Heuss-Stiftung, die jährlich Preise für bürgerschaftliche Initiative und Zivilcourage vergibt, und mehreren Schulen, unter anderem des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Heilbronn. Theodor Heuss prägte sein Amt als Bundespräsident durch seine überparteiliche Amtsführung und seine Staatsbesuche, bei denen er wesentlich zum Wachsen des Ansehens der Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegszeit beitrug.

Quelle Wikipedia