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Aktueller Arbeitsmarkbericht

02. August 2021

Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs

Die Arbeitslosigkeit insgesamt ist weiter gesunken. Die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen unter 25 Jahren stieg jedoch in diesem Monat leicht an. Der Stellenbestand stieg seit Jahresbeginn kontinuierlich an und ist der höchste seit November 2019.

Im Juli 2021 waren in Baden-Württemberg 241.892 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.595 Personen weniger als im Juni 2021. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Im Juli 2020 lag diese bei 4,4 Prozent. In den Vorjahren war von Juni auf Juli immer ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Dieser saisonunübliche Rückgang begründet sich zum einen durch einen Corona-Nachholeffekt, ausgelöst durch die Lockerungen der Pandemiepolitik, und zum anderen dadurch, dass viele arbeitslos gemeldete Personen an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen haben.

Einen Rückgang gegenüber Juni gab es diesem Monat in der Arbeitslosenversicherung und auch in der Grundsicherung: In den Agenturen für Arbeit waren 117.142 arbeitslos gemeldet und damit fast 2.000 weniger Menschen als im Vormonat. In den Jobcentern waren 124.750 Menschen arbeitslos gemeldet und damit über 2.600 weniger als im Monat zuvor. Sowohl in den Arbeitsagenturen als auch in den Jobcentern ist die Zahl der Lang-zeitarbeitslosen um 2 Prozent respektive 1,3 Prozent leicht zurückgegangen. Trotz dieses positiven Zeichens ist und bleibt der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit die große Herausforderung am Arbeitsmarkt: 34,8 Prozent der Arbeitslosen in Baden-Württemberg (84.100 Personen) sind aktuell ein Jahr und länger ohne Job. Dies sind 36,1 Prozent und somit 22.291 Menschen mehr als vor einem Jahr.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

 

Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

Erneut weniger Arbeitslose – Quote sinkt auf 3,8 Prozent

besonders erfreulich, weil in den Juli-Monaten der Vorjahre die Arbeitslosigkeit aufgrund von saisonalen Effekten stets zugenommen hatte“, sagt Manfred Grab, der neue Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Die positive Stimmung in den Betrieben ist nach schwierigen Monaten damit auf unserem Arbeitsmarkt spürbar angekommen. Wir richten unseren Blick aber auch auf die Perspektiven junger Menschen. Unter dem Motto „Nicht ohne Ausbildung in die Ferien“ unterstützt unsere Berufsberatung alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, die noch nicht wissen, wie es nach der Schulzeit weitergehen soll. Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater finden sicher für alle Interessierten eine individuelle Lösung.

Arbeitslosigkeit

Im Juli steigt normalerweise die Arbeitslosigkeit leicht an. Das war in den vergangenen Jahren die Regel. Doch nicht in diesem Jahr. Ende des Monats sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn 10 658 Männer und Frauen ohne Job gemeldet; das sind 222 weniger als im Juni. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 auf 3,8 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 4,7 Prozent. Im Juli 2019 – dem Vergleichsmonat vor der Corona-Pandemie – lag die Quote bei 3,2 Prozent. In Baden-Württemberg liegt im Juli 2021 die Arbeitslosenquote ebenfalls bei 3,8 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind im Statistikzeitraum 4 847 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem letzten Monat sind das 132 Personen weniger und 2 147 weniger als im letzten Juli. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist ebenfalls zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im Juli 5 811 arbeitslose Menschen. Das sind 90 weniger als im Vormonat und 191 weniger als noch vor einem Jahr.

Entwicklung nach Personengruppen

Im Juli sind 4 791 Frauen arbeitslos gemeldet, 108 weniger als vor vier Wochen. Bei den Männern ist ein Rückgang um 114 auf 5 867 zu verzeichnen. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen nimmt die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Juni um 120 auf 961 zu. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit erhöht sich von 2,8 auf 3,2 Prozent, liegt damit aber 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich im Juli viele Jugendliche nach Abschluss ihrer betrieblichen oder schulischen Ausbildung arbeitslos melden. Deshalb steigt um diese Zeit die Arbeitslosigkeit der Jüngeren an. Bei den Älteren hat die Arbeitslosigkeit dagegen abgenommen. 3 697 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im Juli arbeitslos gemeldet, 166 weniger als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren noch 4 085 Menschen in dieser Altersgruppe von Arbeitslosigkeit betroffen.

Kurzarbeit

Im Januar – aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor – waren im Heilbronner Agenturbezirk 19 712 Personen in 2 347 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeiter- Quote bezogen auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag bei 9,1 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage

Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice werden 639 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 64 mehr als vor einem Monat. Der Stellenbestand ist gegenüber Juni um 120 auf 3 040 (plus 4,1 Prozent) angewachsen. Im Vorjahr betrug der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen 2 460.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

 

Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

Fachkräfte und Auszubildende werden dringend gesucht

Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 10.764 gesunken. Das sind 240 Arbeitslose (Minus 2,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozent auf 3,1 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg liegt sie bei 3,8 Prozent (Minus 0,1 Prozent zum Vormonat).

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv, die Arbeitslosigkeit geht bei allen Personengruppen bis auf die der unter 25-Jährigen zurück. Das liegt daran, dass sich, wie im Juli jeden Jahres üblich, vermehrt junge Erwachsene nach beendeter Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos melden. Nach der Sommerpause werden sich die meisten wieder in Arbeit abmelden, eine weiterführende Schule besuchen oder ein Studium beginnen“, erläutert Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Mit sinkenden Infektionszahlen und zunehmender Lockerung der Maßnahmen steigt auch die Nachfrage nach Arbeitskräften und das in allen Branchen, also auch in den pandemiebedingt stark eingeschränkten Branchen wie Einzelhandel, Dienstleistungssektor und Hotel- und Gaststättengewerbe. „Viele freie Stellen können nicht besetzt werden und so behelfen sich Arbeitgeber derzeit auch mit der Einstellung von Kräften auf Helferniveau. Wer aber beruflich ein stabiles Fundament und gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt möchte, für den sind Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung im Erwerbsleben elementar wichtig“, so Giesen.

Insgesamt waren im Juli 6.440 offene Stellen gemeldet, 549 mehr (Plus 9,3 Prozent) als im Vormonat. Es wurden 1.637 neue Stellen gemeldet, 406 mehr als im Vormonat (Plus 33,0 Prozent).

Kurzarbeit

Die Zahlen zur sogenannten realisierten Kurzarbeit liegen der Agentur für Arbeit jetzt für den Monat Januar vor. Da Unternehmen drei Monate Zeit haben, den Antrag auf Kurzarbeitergeld bei der Arbeitsagentur einzureichen, liegen die Zahlen für die realisierte Kurzarbeit erst mit zeitlichem Versatz vor.

Danach haben im Januar 2021 bei der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 23.495 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 2.751 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

Im Landkreis Schwäbisch Hall haben 7.099 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 851 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

Im Hohenlohekreis haben 4.107 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 482 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

Im Main-Tauber-Kreis haben 7.228 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 741 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent (Vormonat 3,2 Prozent). Im Juli waren 3.651 Menschen arbeitslos gemeldet, 53 oder 1,4 Prozent weniger als im Juni. 791 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 837 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 606 Stellen gemeldet, 232 oder 62,0 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.285.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent). Im Juli waren 1.952 Menschen arbeitslos gemeldet, 45 oder 2,3 Prozent weniger als im Juni. 367 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 414 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 275 Stellen gemeldet, 88 oder 47,1 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1.063.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Im Juli waren 2.329 Menschen arbeitslos gemeldet, 46 oder 1,9 Prozent weniger als im Vormonat. 656 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 703 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 512 Stellen gemeldet, 39 oder 8,2 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.022.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.764 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 6.000. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 44,3 Prozent.

Von den 3.651 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.742 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (Juni 2021: 1.826). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1.909 Arbeitslose (Juni 2021: 1.878).

Von den 1.952 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 744 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Juni 2021: 789). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1.208 Arbeitslose (Juni 2021: 1.208).

Von den 2.329 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 927 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Juni 2021: 991). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.402 Arbeitslose (Juni 2021: 1.384).

Ausbildungsmarkt

Die Suche der Betriebe nach Auszubildende für 2021 ist noch nicht abgeschlossen. „Im Gegenteil: Es gibt noch tolle Ausbildungsmöglichkeiten. Auch kurzfristig werden weitere zusätzliche Stellen gemeldet. Es lohnt sich in jedem Fall, sich bei unserer Berufsberatung zu informieren“, ermutigt Elisabeth Giesen. Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres wurden 5.017 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 3,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 2.626 Bewerber haben sich gemeldet, 11,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf einen Bewerber kommen statistisch gesehen 1,9 Berufsausbildungsstellen.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)