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Wirthwein baut am Stammsitz in Creglingen neue Produktionshalle

20. April 2021

Die Unternehmensgruppe Wirthwein blickt auf ein schwieriges Jahr 2020 zurück. Die Coronakrise sorgte auch beim Familienunternehmen mit Hauptsitz in Creglingen für einen bis dato nicht gekannten Umsatzeinbruch, die Verschiebungen zwischen den Geschäftsfeldern sind sehr stark.

So erlebte der Bereich Medizintechnik eine Sonderkonjunktur, während beispielsweise Kunden in den Sparten Automotive und Hausgeräte die Produktion für einige Wochen drosseln oder ganz stilllegen mussten, was sich entsprechend negativ auf die Lieferanten auswirkte. Seit Spätsommer 2020 verzeichnet die Wirthwein-Gruppe wieder stabilere Abrufe und sogar einen Hauch an Nachholeffekten. Die Bahnbranche und der Bereich Innenausbau erwiesen sich als solide. Die Unternehmensgruppe mit all ihren weltweiten Tochterunternehmen konnte den Gesamtumsatzrückgang im Jahr 2020 auf rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr begrenzen. Ein hoher Eingang an Neuaufträgen lässt das Familienunternehmen positiv in die Zukunft blicken. „Unsere Mitarbeiter waren in allen Phasen des Lockdowns für die Kunden greifbar, wir haben unsere Zuverlässigkeit jederzeit über die gesamte Supply Chain unter Beweis gestellt und nicht zuletzt vertrauen die Kunden auf unsere wirtschaftliche Stabilität aufgrund unserer starken Diversifizierung“, so Vorstand Marcus Wirthwein zu den Gründen, die er hinter dem starken Kundenvertrauen sieht. Aufträge von Neu- und Bestandskunden führen nun auch am Stammsitz in Creglingen zur Notwendigkeit einer baulichen Erweiterung.

Neubau einer Produktionshalle

Die neue Produktionshalle soll auf der Fläche des ehemaligen Sägewerks errichtet werden und damit genau dort, wo das Familienunternehmen Wirthwein seine Wurzeln hat. Das Unternehmen begann 1949 im Keller des Familienwohnhauses mit der Herstellung von Holzpflöcken für die Sanierung von Eisenbahnschwellen, in den 1950er Jahren wurde die Holzverarbeitung mit besagtem Sägewerk am heutigen Standort in der Nähe der Tauber ausgebaut. Um das Jahr 2013 wurde das stillgelegte Sägewerk peu á peu abgebaut, der Platz wurde seither als Außenlager und Stellfläche für ein provisorisches Hallenzelt genutzt. Nun also weist die geschichtsträchtige Fläche den Weg in die Zukunft, ab April 2021 wird hier durch die Bauunternehmen Wengertsmann und Traub eine neue Produktionshalle errichtet. Die Halle mit der Form eines großen „L“ misst an der breitesten Stelle 45 Meter und eine Gesamtlänge von knapp 90 Metern. Das neue Gebäude dockt an die bestehende Produktionshalle an und wird eine Gesamtgrundfläche von rund 3.000 m² bekommen. Im hinteren Teil Richtung Tauber ist eine LKW-Laderampe geplant, im vorderen Bereich werden Büros sowie Gemeinschafts- und Sanitärräume entstehen. Die Aufstockung des Bürotraktes in einem zweiten Bauabschnitt ist bereits jetzt vorgesehen. 

Bis Ende August wird nicht nur die Produktionshalle gebaut sein, sondern auch ein Deckenkran installiert, die zentrale Materialversorgung sichergestellt und ein Maschinenpark mit insgesamt sieben Spritzgießmaschinen samt zugehöriger Peripherie aufgebaut sein. Hinzu kommen diverse Regale und Features für die Lagerung und Wartung von Werkzeugen sowie für die Anforderungen der serienbegleitenden Qualitätssicherung. Ganz oben auf der Agenda steht auch die Gestaltung ergonomisch angenehmer Arbeitsplätze auf höchstem Sicherheitsniveau, für die im ersten Schritt zu schaffenden 25 neuen Arbeitsplätze. Das Investitionsvolumen beträgt in Summe rund 10 Millionen Euro.

 

Text- und Bildquelle: Wirthwein AG