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20-jähriges Jubiläum des Bildungs- und Technologiezentrums der Handwerkskammer Heilbronn-Franken

06. Oktober 2020

Vor 20 Jahren, am 7. und 8. Oktober 2000, wurde das Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Heilbronn-Franken (BTZ) eröffnet. Handwerkern zwischen Crailsheim und Eppingen, zwischen Wertheim und Öhringen, steht seitdem eine moderne Bildungseinrichtung zur Verfügung.

Praxis- und zukunftsorientiertes Angebot

Ständig gibt es neue Anforderungen an Handwerker. Neue Maschinen werden angeschafft, Software wird aktualisiert, rechtliche Vorgaben müssen umgesetzt werden. Kein Problem, wenn man mit seinem technischen und betriebswirtschaftlichen Know-how auf dem neuesten Stand ist. Seit zwei Jahrzehnten kommen deshalb Auszubildende sowie Fach- und Führungskräfte in das BTZ nach Heilbronn. Außerdem kümmert sich das BTZ um die Nachwuchssicherung im Handwerk. Im Rahmen der Berufsorientierung lernen Schüler allgemeinbildender Schulen praxisorientiert verschiedene Ausbildungsberufe kennen. Handwerker, die vor sehr speziellen Herausforderungen stehen, bekommen im BTZ ebenfalls Unterstützung. Sie profitieren vom Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Handwerk, der im BTZ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

„Die Aus- und Weiterbildung ist eine Investition in die Zukunft und wird im Handwerk großgeschrieben“, sagt Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. „Der Betriebswirt, die Meisterprüfung, CNC-Kenntnisse, die Ausbildereignungsprüfung, Infos zum Arbeitsrecht. So vielfältig wie die Aufgaben im Betrieb sind, so vielfältig sind auch die Angebote im BTZ.“

Eine Bilanz

Die Leistungen des BTZ in den vergangenen 20 Jahren können sich sehen lassen. In zehn Handwerksberufen erfolgt die Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA), in sieben Berufen wird die Vorbereitung auf die Meisterprüfung durchgeführt. 160 verschiedene Lehrgänge stehen für die berufliche Weiterbildung dem Handwerk in der Region zur Verfügung. So wurden seit dem Bestehen des BTZ mehr als 61.461 Lehrlinge zu kompetenten Handwerkern geschult. 4.227 Gesellen legten mit Erfolg ihre Meisterprüfungen ab. 21.164 Fachkräfte haben sich in Kursen weiterqualifiziert. 6.901 Schüler aus der Berufsorientierung kommen noch hinzu.

Ausblick

Damit diese Erfolgsbilanz fortgeschrieben werden kann, investiert die Handwerkskammer mit der Unterstützung durch Bund und Land laufend in die Ausstattung des BTZ. Derzeit wird eine Erweiterung des Gebäudes geplant: eine neue Werkstatt für die Meisterkurse und Prüfungen der Zimmerer soll entstehen. Auch weitere Parkplätze und Büroräume. Da auch die Zukunft des Handwerks stark von der Digitalisierung beeinflusst wird, erfolgte bereits eine Umrüstung der Kfz-Werkstätten. Auch die Elektro-Werkstätten erhielten eine professionelle Smart-Home-Ausstattung.

Rückblick

Bis zur Eröffnung des BTZ im Jahr 2000 gab es an verschiedenen Berufsschulen im Kammerbezirk und darüber hinaus ÜBA-Kurse für die Bereiche Metall, Elektro und Kfz. Einzelne Ausbilder pendelten zwischen den Kursorten. „Das war mit einem gehörigen Mehraufwand verbunden“, so Ralf Schnörr. „Ich bin froh, dass mein Vorgänger Gerhard Pfander sich in den 90-Jahren diesem Thema angenommen hat. Mit der Zusammenführung an einem Ort können Investitionen gebündelt und die hochwertige Aus- und Weiterbildung in der Region gesichert werden“, ist Schnörr froh.

Im August 1998 begannen die Bauarbeiten auf dem Areal im Heilbronner Gewerbegebiet „Böllinger Höfe“. Die Architektengemeinschaft „Marohn, Fahlbusch und Köhler“ aus Stuttgart hatte sich eine besondere Form für das Gebäude überlegt, das zwischen sehr großvolumigen Bauten entstehen sollte: Die U-förmige Anordnung des Werkstatttrakts wurde als Kernstück halbkreisförmig an den Seminar-, Gastronomie- und Verwaltungstrakt angebunden.

 

Text- und Bildquelle: Handwerkskammer Heilbronn-Franken