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Aktueller Arbeitsmarktbericht // September 2020

01. Oktober 2020

Positive Zeichen am Arbeitsmarkt, wenn auch deutlich schwächer als im Herbst üblich

Im September 2020 waren in Baden-Württemberg 289.290 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Rückgang um 1,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum August unverändert bei 4,6 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr waren im September 86.505 mehr Menschen (plus 43 Prozent) arbeitslos gemeldet. „Die Zahl der Arbeitslosen ist erstmals seit März, dem Beginn der Corona-Schutzmaßnahmen, wieder gesunken – wenn auch mit minus 1,7 Prozent verhalten und saisonbedingt. Positiv ist, dass die Beschäftigungsaufnahmen im September mit 22.532 fast das Vorjahresniveau erreichen. Auch haben weniger Menschen in Baden-Württemberg ihre Arbeitsstelle verloren und sich arbeitslos gemeldet“, erläutert Martina Musati, Geschäftsführerin operativ der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

 

Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

Rückgang der Arbeitslosigkeit - Quote sinkt auf 4,7 Prozent

„Zum ersten Mal seit April ist die Arbeitslosigkeit im Heilbronner Raum wieder zurückgegangen. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, hat aber saisonale Gründe. Es wäre daher verfrüht, bereits jetzt schon eine Trendwende erkennen zu wollen. Vielmehr bewegen wir uns aufgrund der Corona-Pandemie immer noch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Viele Betriebe sind immer noch auf die Unterstützung durch das Kurzarbeitergeld angewiesen. Die Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt werden daher in den kommenden Monaten schwierig bleiben“, erklärt Jürgen Czupalla, Chef der Agentur für Arbeit Heilbronn.

Arbeitslosigkeit

Über 400 Arbeitslose weniger als im August und ein Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,2 auf 4,7 Prozent: Erstmals in der Corona-Krise ist die Arbeitslosigkeit im Heilbronner Unterland zurückgegangen. Ende September sind 13 126 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 413 weniger als im August aber 3 844 mehr als im September 2019. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent. Landesweit bleibt die Quote im September unverändert bei 4,6 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind 7 342 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem letzten Monat sind das 204 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies aber einem Anstieg von 2 943. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist gegenüber dem August auch zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im September 5 784 Arbeitslose. Das sind 209 weniger als im Vormonat aber 901 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung nach Personengruppen

Im September sind 5 699 Frauen arbeitslos gemeldet, 206 weniger als vor vier Wochen. Bei den Männern geht die Zahl der Arbeitslosen um 207 auf 7 427 zurück. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit haben erwartungsgemäß verstärkt die Jüngeren profitiert. Nach der Urlaubs- und Ferienzeit finden viele eine Arbeit oder haben eine Ausbildung begonnen. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 168 oder 9,9 Prozent auf jetzt 1 530 zurückgegangen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit sinkt um 0,5 Punkte auf 4,9 Prozent, liegt damit aber über dem Vorjahreswert von 3,2 Prozent. Bei den Älteren ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls rückläufig. 4 086 Frauen und Männer in der Alterskategorie 50 plus sind im September arbeitslos gemeldet, 54 weniger als im Vormonat.

Kurzarbeit

Viele Betriebe nutzen immer noch das Instrument der Kurzarbeit. Seit April sind bei der Agentur für Arbeit Heilbronn 5 339 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von 100 997 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 63 Anzeigen für 1 511 Personen.

Beschäftigung

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist leicht zurückgegangen. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn sind zum Stichtag 31. März 2020 – neuere Daten liegen noch nicht vor - insgesamt 218 844 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 586 oder 0,3 Prozent weniger als im Vorquartal aber 2 001 oder 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Arbeitskräftenachfrage

Verhalten ist die Situation bei der Nachfrage nach Arbeitskräften. Den Vermittlungsfachkräften in der Arbeitsagentur sind in den letzten vier Wochen 441 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind vier mehr als vor einem Monat aber 410 weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem August auf 2 408 (plus 13) angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 2 607 weniger.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

 

Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

Arbeitslosigkeit geht leicht zurück

Im September ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 13.113 gesunken. Das sind 256 Arbeitslose (Minus 1,9 Prozent) weniger als im Vormonat, 3.806 mehr als im September 2019 (Plus 40,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozent auf 3,8 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote unverändert zum Vormonat bei 4,6 Prozent.

„Auch wenn der Arbeitsmarkt unter Druck steht, gibt es positive Entwicklungen. Im September mussten sich im Vergleich zum August weniger Menschen arbeitslos melden und mehr Menschen nahmen wieder eine Arbeit auf. Erfreulicherweise ging die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen zurück, wobei es den stärksten Rückgang erwartungsgemäß bei den unter 25-Jährigen gibt, die nach abgeschlossener Ausbildung in Arbeit oder saisonbedingt in Studium oder weiteren Schulbesuch einsteigen“, so Stefan Schubert, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. „Doch es ist viel zu früh anzunehmen, dass es ab jetzt nur noch aufwärtsgehen wird. Denn jede Prognose ist derzeit mit zu vielen Unsicherheiten behaftet“, ergänzt Schubert.

Leichte positive Signale gibt es auch seitens der Arbeitgeber. Der Stellenzugang läuft langsam, wenn auch verhalten, an. Im September wurden 917 neue Arbeitsstellen gemeldet, 111 mehr als im Vormonat (Plus 13,8 Prozent), 396 (Minus 30,2 Prozent) weniger als im September 2019. Insgesamt waren 4.872 offene Stellen gemeldet, 109 mehr (Plus 2,3 Prozent) als im Vormonat, 2.910 (Minus 37,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

Das Niveau der Finanzkrise 2008/2009 ist bisher aber nicht erreicht. Im September 2009 lag die Arbeitslosenquote bei 4,8 Prozent, jetzt liegt sie bei 3,9 Prozent.

Kurzarbeit

Kurzarbeit ist und bleibt das Instrument dieser Krise. Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona Krise auf den Arbeitsmarkt erkennen, wobei in den letzten Monaten deutlich weniger Anzeigen neu hinzugekommen sind.

Seit März sind bei der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 5.807 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 107.729 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 56 Anzeigen für 2.030 Personen.

Im Landkreis Schwäbisch Hall sind seit März 1.808 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 32.169 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 21 Anzeigen für 476 Personen.

Im Hohenlohekreis sind seit März 1.047 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 26.619 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 14 Anzeigen für 535 Personen.

Im Main-Tauber-Kreis sind seit März 1.501 Anzeigen auf Kurzarbeit mit einer darin genannten Personenzahl von insgesamt 28.576 eingegangen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es fünf Anzeigen für 334 Personen.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent (Vormonat 3,7 Prozent). Im September waren 4.281 Menschen arbeitslos gemeldet, 66 oder 1,5 Prozent weniger als im August und 1.199 (Plus 38,9 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 890 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 962 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 324 Stellen gemeldet (September 2019: 458), 21 oder 6,9 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1.865; 27,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent (Vormonat 3,7 Prozent). Im September waren 2.504 Menschen arbeitslos gemeldet, 20 oder 0,8 Prozent weniger als im August und 859 (52,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 474 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 484 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 93 Stellen gemeldet (September 2019: 200), 12 oder 11,4 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 927; 30,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent (Vormonat 4,0 Prozent). Im September waren 2.954 Menschen arbeitslos gemeldet, 110 oder 3,6 Prozent weniger als im Vormonat und 920 (45,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 680 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 793 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 377 Stellen gemeldet (September 2019: 500), 134 oder 55,1 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.457; 45,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.695 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 8.418. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 35,8 Prozent.

Von den 4.281 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.708 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (August 2020: 1.746). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 2.573 Arbeitslose (August 2020: 2.601).

Von den 2.504 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 769 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (August 2020: 791). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1.735 Arbeitslose (August 2020: 1.733).

Von den 2.954 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1.006 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (August 2020: 1.045). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.948 Arbeitslose (August 2020: 2.019).

Ausbildungsmarkt

Mit dem Monat September endet das sogenannte Berichtsjahr, das von Oktober 2019 bis September 2020 dauert. Hier orientiert sich die Statistik am Schul- und Ausbildungsjahr. Die Daten für September werden Mitte November mit Rückblick auf das gesamte Berichtsjahr veröffentlicht. „Wer keinen Ausbildungsplatz gefunden hat oder noch eine gute Alternative zur Überbrückung sucht, sollte sich so schnell wie möglich beraten lassen. Nichts zu tun ist die schlechteste Wahl“, so Stefan Schubert. Auch haben die Bewerbungsverfahren für den Ausbildungsstart 2021 bereits begonnen, so dass es jetzt auch für Schüler, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen, höchste Zeit wird, sich mit der Berufsberatung in Verbindung zu setzen.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

 

Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit