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Weibliche Fachkräfte für die Wirtschaft - Mentorinnen-Programm für Frauen mit Migrationshintergrund // Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken sucht Mentees für 2020

02. Dezember 2019

„Ich freue mich, dass das Programm nach diesem gelungenen dritten Jahr künftig in das reguläre Angebot der Kontaktstellen Frau und Beruf aufgenommen und so seine Erfolgsgeschichte dauerhaft fortgesetzt wird.", so Staatsekretärin Katrin Schütz anlässlich der Abschlussveranstaltung im November 2019. Wieder liegen engagierte Monate hinter den Teilnehmerinnen sowie den Beraterinnen der elf Kontaktstellen Frau und Beruf. Sie waren sehr aktiv und gingen neue Wege zur Berufsorientierung bzw. Arbeitsplatzsuche.

Im Rahmen des Mentoring unterstützt eine beruflich erfahrene Mentorin ihre Mentee mit ihrem Wissen und ihren Kontakten bei der Berufswegplanung und dem Aufbau eigener Netzwerke. Der Mentoringprozess ist auf sechs bis acht Monate angelegt. So haben sieben Mentees aus der Region Heilbronn-Franken in den zurückliegenden Monaten ihr Wissen in Bezug auf passende Arbeits- und Berufsmöglichkeiten in der Region erweitert, ihre Profile bezüglich ihrer Stärken und Schwächen geschärft und sind beruflich aktiv geworden.

Feedback der Teilnehmerinnen

„Das Mentoring hat mir geholfen, mein Selbstvertrauen zurückzugewinnen, meine Deutschkenntnisse zu erweitern, wertvolle Ratschläge von erfahreneren Personen zu erhalten und professionelle Netzwerke aufzubauen“, zieht eine Teilnehmerin Bilanz. Immer an der Seite der Mentorinnen und ihrer Mentees standen die Kontaktstellen Frau und Beruf. Sie haben die Tandems begleitet und unterstützt. Eine Mentee: „Die Kontaktstelle half mir, am Mentorinnen-Programm teilzunehmen, stellte mir eine geeignete Mentorin zur Verfügung, führte Webinare und andere Veranstaltungen durch und unterstützte mich mit verschiedenen Netzwerkkontakten. Dies hat mir letztendlich geholfen, Netzwerke aufzubauen und mir ein vielversprechendes Karriereziel in Deutschland zu setzen.“

„Vielen Dank. Ohne eure Unterstützung hätte ich nicht den Mut, meine Komfortzone zu verlassen und wieder an meine Stärken zu glauben. Das Programm war sehr interessant, ich habe viel gelernt, wie ich in Deutschland wieder in meinen Beruf einsteigen kann“, kommentieren Mentees ihren Gewinn. Auch die Mentorinnen profitieren vom Programm: „Ich habe ebenfalls etwas mitnehmen können, jedes Wort des Zuspruchs und Motivation wirkte auch auf mich selbst, die Power der Frauen und die Erkenntnis der Fülle der Möglichkeiten. Der Austausch mit der Mentee war sehr bereichernd für mich. Die Erkenntnis, welche Hürden diese Frauen beim beruflichen Einstieg zu nehmen haben, hat mich sehr gewundert, da es zum Teil Frauen mit exzellenten Studienabschlüssen und Berufserfahrungen sind.“

Mentees gesucht

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert das Mentorinnen-Programm mit rund 100.000 Euro. Auch an der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken werden Mentoring-Beziehungen zwischen fest im Beruf etablierten Mentorinnen und am Berufseinstieg oder Wiedereinstieg interessierten Mentees initiiert. Als Mentee können sich Frauen mit Migrationshintergrund bewerben, die Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt haben, über eine berufliche Qualifikation und Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1/B2 verfügen.

Wer gerne am Mentorinnen-Programm als Mentee teilnehmen möchte, Informationen benötigt oder Fragen hat, kann sich an die Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken, Simone Rieß, unter Telefon 07131 5946380 oder E-Mail an s.riess@heilbronn-franken.com wenden.

Mentoring für Migrantinnen wirkt

Von Anfang an wird das Mentorinnen-Programm von der unabhängigen Forschungs- und Beratungsorganisation EAF Berlin evaluiert. Die Ergebnisse belegen die Wirksamkeit des Programms. Zentrale Ergebnisse sind:

  • Das Programm hat erfolgreich an den Arbeitsmarkt herangeführt durch

Wissenserweiterung in Bezug auf passende Arbeits- und Berufsmöglichkeiten; Profilschärfung der Mentees in Bezug auf ihre Stärken und Schwächen, gefasstes Selbstvertrauen und Mut; Aktivierung der Mentees in Bezug auf:

die Verbesserung der Bewerbungsunterlagen; Vorbereitung und Reflexion von Vorstellungsgesprächen; Kontakt mit möglichen Arbeitgebern (zum Beispiel auf einer Messe oder durch persönliche Gespräche mit Fachleuten); fast 35 Prozent der Befragten haben eine Arbeitsstelle oder eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen; 37 Prozent wurden zu mindestens einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

  • Die Tandembeziehungen weisen beidseitig einen hohen Zufriedenheitsgrad auf. Als Erfolgsfaktoren für die funktionierende Zusammenarbeit werden eine gute Kommunikation und die passende Chemie beidseitig benannt.

  • Hohes zeitliches und persönliches Engagement der Mentorinnen: Einige Mentorinnen sind wiederholt dabei und fast alle würden wieder mitmachen.

 

Text- und Bildquelle: Kontaktstelle Frau- und Beruf Heilbronn-Franken